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FUNDIERT

Leitlinienorientiert. Klinisch anschlussfähig.

PHASE erfindet die Behandlung nicht neu — es macht sichtbar, worauf gute Behandlung ohnehin aufbaut.

Worauf wir uns stützen.

S3-Leitlinie Bipolare Störungen

Die deutsche Referenz für Diagnostik und Therapie, herausgegeben von DGBS und DGPPN. Psychoedukation, Frühwarnzeichen und Phasenprophylaxe bilden den Kern der Langzeitbehandlung.1

Life-Chart-Methode

Ein etabliertes, validiertes Verfahren, um den Stimmungsverlauf über Monate und Jahre zu dokumentieren. Manische und depressive Auslenkungen werden dort in je vier Schweregraden erfasst — genau daran ist die PHASE-Skala von −4 bis +4 angelehnt.2

Soziale Rhythmen (IPSRT)

Regelmäßiger Schlaf und stabile Tagesstruktur gelten als Schutzfaktoren. Deshalb erfasst PHASE beides gezielt.3

Internationale Empfehlungen

Auch internationale Leitlinien wie NICE und CANMAT/ISBD sehen Selbstbeobachtung als Baustein der Rückfallprävention.45

BEISPIEL

Die Skala von −4 bis +4.

Die Life-Chart-Methode erfasst manische und depressive Auslenkungen in je vier Schweregraden.2 PHASE übernimmt genau diese Abstufung: vier Stufen nach unten, vier nach oben, dazwischen der ausgeglichene Zustand. So spricht der Verlauf in PHASE dieselbe Sprache wie ein klassischer Life-Chart.

Dasselbe Prinzip gilt für die Sprache: Begriffe wie Frühwarnzeichen, Bedarfsmedikation oder Phasenprophylaxe folgen der Wortwahl der Leitlinien.1 So sprechen Betroffene, Angehörige und Behandelnde über dieselben Dinge.

Warum genau diese Metriken?

Stimmung und Antrieb getrennt

Gesteigerte Aktivität und Energie gehören nach DSM-5 zu den Kernkriterien der Manie.6 Zwei Achsen machen außerdem Mischzustände sichtbar, die ein einzelner Stimmungswert verdeckt.

Schlaf

Ein vermindertes Schlafbedürfnis gehört zu den häufigsten und frühesten Vorboten einer Manie.7 Veränderungen im Schlaf zeigen sich oft, bevor sich die Stimmung spürbar verändert.

Medikation mit Abweichungen

Unregelmäßige Einnahme gilt als wichtiger Risikofaktor für Rückfälle.5 Dokumentiert werden auch Bedarfsmedikation und Abweichungen, nicht nur der Plan.

Substanzen

Konsum beeinflusst den Verlauf und tritt häufig gemeinsam mit bipolaren Störungen auf.5

Tagesstruktur

Die Grundlage für die Arbeit an sozialen Rhythmen.3

Freitext-Notizen

Frühwarnzeichen sind individuell. Was bei einem Menschen „rasende Gedanken“ sind, ist beim nächsten ein plötzlicher Kaufimpuls. Deshalb gehört der Kontext direkt zum Wert.

PHASE stellt keine Diagnosen und gibt keine Therapieempfehlungen. Ob PHASE die Versorgung messbar verbessert, prüfen wir in der geplanten Pilotstudie mit dem Universitätsklinikum Würzburg.
Quellen & weiterführende Informationen
  1. DGBS e.V. & DGPPN e.V.: S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen. AWMF-Register-Nr. 038-019, in der jeweils aktuellen Fassung. – Links: DGBS · AWMF-Leitlinienregister
  2. Denicoff KD et al.: Validation of the prospective NIMH-Life-Chart Method (NIMH-LCM-p) for longitudinal assessment of bipolar illness. Psychological Medicine 2000; 30: 1391–1397. – Link Zur Studie
  3. Frank E et al.: Two-year outcomes for interpersonal and social rhythm therapy in individuals with bipolar I disorder. Archives of General Psychiatry 2005; 62(9): 996–1004. – Link Zur Studie
  4. National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Bipolar disorder: assessment and management. Clinical Guideline CG185. – Link Zur Leitlinie
  5. Yatham LN et al.: Canadian Network for Mood and Anxiety Treatments (CANMAT) and International Society for Bipolar Disorders (ISBD) 2018 guidelines for the management of patients with bipolar disorder. Bipolar Disorders 2018; 20(2): 97–170. – Link Zur Leitlinie
  6. American Psychiatric Association: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5). 2013. (ohne Link)
  7. Jackson A, Cavanagh J, Scott J: A systematic review of manic and depressive prodromes. Journal of Affective Disorders 2003; 74(3): 209–217. – Link Zur Studie

Weiterführend

BipolarLiving: Weiterentwicklung der S3-Leitlinie zur Living Guideline (G-BA Innovationsfonds). – Link Zum Projekt